Er konnte nicht sagen, aus welcher Quelle kam, was in ihm suchte. Es redete und schwieg in ihm, es dachte und forschte. Die Frau war terra incognita. Er betrachtete sie wie ein Land, das er ohne eigenen Willen betreten musste.
(Anna Galante, 2002)

Unterägeri, Berlin, Italien – Heimat hier und dort

Ein Streifzug durch die Erzählungen, Essays und Kolumnen von Andreas Iten – mit Karin Wirthner und Andrej Togni

Bevor der Unterägerer Bauernsohn Andreas Iten, geboren 1936, in die Politik einstieg, unterrichtete er am Lehrerinnenseminar Psychologie und Pädagogik. Er war Gemeindepräsident, Regierungs- und Ständerat. Bis diesen Herbst präsidierte er während 15 Jahren den Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverein und initiierte mehrere Literaturfestivals.

Vor allem aber hat Andreas Iten ein Leben lang geschrieben. Er begann mit einer Studie über die Bedeutung der Sonne in der Kinderzeichnung und liess philosophisch-literarische Spaziergänge in der engeren Heimat folgen, aber auch durch den süddeutschen Fasnachtsraum. Sein reiches Werk umfasst eine venezianische Hängemattenelegie, einen Schwingerfestroman, eine Abrechnung mit Blocher, eine fiktionale Spiegelung der Ständeratszeit, einen historischen Roman um das Thema Zölibat und Autobiografisches. Vor allem aber erzählt er gern von erfrischenden Begegnungen mit Frauen, Liebe und dem lebensfreudigen Italien.

ISSV-Kollege Adrian Hürlimann stellte eine Textauswahl zusammen, die von Karin Wirthner und Andrej Togni vorgetragen wird.
Sonntag, 1. Dezember 2013, 10.00 Uhr
Theater im Burgbachkeller, Zug

Anschliessend Apéro
Eintritt frei

Unterstützt von der Hürlimann-Wyss Stiftung Zug
Karin Wirthner, aufgewachsen in Stans, lebt in Bern; Schauspielerin in Reutlingen, Stuttgart und Bern (auch in Produktionen mit A. Togni); arbeitet zur Zeit an «Fett im Netz» von Frank Demenga (Januar 2014, Theater am
Käfigturm, Bern).
Andrej Togni, aufgewachsen in Ebikon, lebt in Berlin und Zürich; Regisseur, Schauspieler («Paul Ochsner» im Kassensturz), Autor (Sittensprung, 2005; Gabylon, 2008; Tangomaxx, 2013) und Theaterleiter; zur Zeit Regie in Sempach, «Sister Act».