Das gab er, im Alter rückblickend, selber zu: dass er als Heranwachsender durch verschiedene Engpässe hindurch musste. Wie für viele junge Menschen galt es, unter schwierigen Bedingungen neue Orientierungen zu finden. Das können wir heute nachlesen im Tagebuch, das Inglin von 1913 bis 1920 führte. Es ist jetzt in Buchform erhältlich. Da wird ersichtlich, wie der junge Mann nach geistigen Orientierungsgrössen suchte, die ihm eine neue Sicht auf seinen eigenen Bildungsweg, aber auch generell auf Politik und Religion eröffnete. Diese Publikation wird am Donnerstag, dem 7. Mai, um 1900 Uhr in der Kantonsbibliothek Schwyz vorgestellt werden.
Beatrice von Matt, die hervorragende Biografin Inglins und eine weithin geschätzte Literaturkritikerin, wird diese Sicht darüber hinaus in übergreifende kulturelle Zusammenhänge stellen; und der bekannte Pädagoge und Bildungswissenschaftler Carl Bossard wird Inglins heutige Aktualität im Bildungswesen aufzeigen. Alle Interessierten herzlich willkommen.